Um die Frage endlich mal konstruktiv zu klären: Gary Francione über PETA und deren Euthanasierate

Immer wieder herrscht Verwirrung darüber: töten PETA USA unnötig Tiere oder nicht? Und wenn ja, ist es irgendwie gerechtfertigt oder nicht? Usw. usf.

Zur entgültigen Klarstellung bei dem Wust an Misinformation und damit dieser Streit endlich mal zu einer vernünftigen Lösung kommt, sollten all diejenigen, die das Thema wirklich interressiert, sich mal diesen Text von Prof. Gary Francione durchlesen und sich dann mal selbst über die No-Kill Bewegung in den USA informieren.

Acht Tiere

Übersetzung eines Blogeintrags von der Webseite Prof. Gary Franciones vom 10. März 2010: Eight Animals, http://www.abolitionistapproach.com/eight-animals/#.UvU16WJdXTr

Übersetzung ins Deutsche: Tom Bismuth @veganwerden. Mit der freundlichen Genehmigung von Gary Francione.

Liebe Kollegen:

In den AOL Nachrichten war heute ein Artikel zu lesen mit dem Titel: ‚PETAs Euthanasierate bringt Kritiker zum Verzweifeln’: ‚PETA’s Euthanasia Rates Have Critics Fuminghttp://www.abolitionistapproach.com/media/links/p3174/petas-euthanasia.pdf

Der Bericht erklärt, dass PETA:

[…] mehr als 90 Prozent der an sie in ihrem Haupsitz in Norfolk Virginia übergebenen Hunde und Katzen euthanasiert. Im Jahr 2009 schläferte PETA 2,301 Hunde und Katzen ein – 97 Prozent der Tiere die zu ihnen gebracht wurden – und sie vermittelten nur acht Tiere weiter zur Adoption, nach Angaben der Behörden in Virginia. Und die Rate dieser Tötungen hat sich gesteigert. Innerhalb des Zeitraums von 2004 bis 2008 hat PETA seine Euthanasie um 10 Prozent gesteigert.

Ich habe mir die Dokumente angesehen, die PETA beim Virginia Department of Agriculture and Customer Services eingereicht hat und fand die Angaben des Artikels aus den AOL Nachrichten dort bestätigt. PETA tötete 681 Hunde und 1620 Katzen. PETA tötete auch 51 „andere Haustiere“.

Das ist eine Gesamtzahl von 2352 Tieren.

Und PETA vermittelte acht Tiere zur Adoption. Acht Tiere.

Das ist eine Schande. „Euthanasie“ ist ein Tod im Interesse des euthanasierten Menschen oder Nichtmenschen. Euthanasie liegt niemals im Interesse eines gesunden Lebewesens.

PETA teilt offensichtlich Peter Singers Anschauung, dass ein relativ schmerzloser Tod nichtmenschlichen Tiere keinen wirklichen Schaden zufügt, da, ungleich zum Menschen, die meisten Tiere nicht über ein Selbst-Bewusstsein verfügen und nicht erfassen können, was es bedeutet „ein Leben zu haben“. Um ein Interesse an deiner fortgesetzten Existenz zu haben musst Du ein Mensch sein. So wurden diesen 2352 Tieren, die PETA getötet hat, nicht wirklich ein Schaden zugefügt. Diesen Tieren war ihr Leben ja sowieso egal. Nichts wurde ihnen genommen als man sie tötete.

Was für ein vollständiger, speziesistischer Unsinn.

Dem Economisch Research Institute ( http://www.abolitionistapproach.com/media/links/p3174/economic-research.pdf ) zufolge vefügt PETA über ein Einkommen von 31.053.316 Millionen Dollar und Vermögenswerte in einer Höhe von 19.759.999 Millionen Dollar.

Wie viel diesen Geldes wurde für Adoptionsprogramme aufgewendet?

Wie viele der mit PETA in Assoziation stehenden Berühmtheiten werben für die Adoption der Tiere bei PETA, statt sich zu entkleiden und „nackt zu gehen“ für die Popularität, die unerschöpfliche Publicity und die Unterstützungskampagnen PETAs?

Acht Tiere? Man würde denken, dass allein die Büroangestellen mehr als diese Anzahl hätten adoptieren können.

Bringen sie dies nun mal zusammen mit PETAs Sexismus (http://www.abolitionistapproach.com/exploiting-exploitation/) und damit, dass PETA Schlachthausdesignern (http://www.abolitionistapproach.com/media/links/p3174/to-slaughterhouse.pdf) und Supermarktketten die „Happy Meat“ und Tierprodukte verkaufen Preise verleiht (http://www.abolitionistapproach.com/media/links/p3174/grocery-chains.pdf ). Es wird einem klar, dass PETA nichts als ein Witz ist, wobei, für die Tiere ein furchtbar tragischer.

Gary L. Francione, 2010.

P.S. Hinzugefügt am 11. März 2010

Gestern Abend schrieb ich folgenden Kommentar auf Twitter:

Temple Grandin erklärt, dass sie „humane“ Einrichtungen bei PETA errichten will um die Tötung tausender „geretteter“ Tiere besser erledigen zu können.

Dies war selbstverständlich gedacht um die Tatsachte zu parodieren, dass PETA Grandin einen Preis verliehen hat und, dass sie sie als eine „Visionärin“ bezeichnen für die Errichtung von Schlachthäusern die PETA lobt.

Eine beachtliche Anzahl von Leuten dachte, dass dieser Kommentar ernst war. Ich finde es erstaunlich, dass PETA sich so weit in die Richtung Tierausbeutung bewegt hat, dass Leute glauben mussten dieser Kommentar sei ernst. Das lässt viel von einer Verwirrung erkennen, die in einer Bewegung herrscht, in der „Tierrechte“ bedeuten, dass „wir 2300 Tiere aufnehmen und alle außer 8 töten.“

Zudem habe ich dies auf Twitter geschrieben:

Der Sender HBO will seine Dokumentation über PETAs Ingrid Newkirk umbenennen von „Ich bin eine Tier“ zu „Ich bin ein Tiere (aber nicht eines derer, die wir ‚retten’ und töten).“

Das was ebenso als zynischer Scherz gemeint, obwohl, es könnte ja möglich sein.

(Alle Links: letzter Zugrifff am 7 . Februar 2014.)

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