Risa über den intersektionalen Veganismus und individuelles Handeln

Wir haben Risa über Effizienz und Reichweite einer intersektionalen veganen Lebenspraxis gefragt:

Der Veganismus ist ein ökonomischer Boykott von Produkten und Dienstleistungen, die das Leben und die Rechte anderer Spezies darauf, frei zu sein, nicht respektieren. Da ich die Freiheit sehr schätze und gerne das tue, was mir gefällt, fänd ich es verlogen zu dem Leid, der Gefangenschaft und dem Tod anderer Lebewesen beizutragen, die ja alle den Wunsch haben in Freiheit zu leben.

So habe ich die Entscheidung getroffen, mit der Energie die Geld manifestiert, diejenigen Bauern und Produkte zu unterstützen, die auf einer Linie mit meiner veganen Lebenweise liegen, wissend, dass es keinerlei Lebensform gibt, die man als eine „perfekte“ Wahl bezeichnen könnnte, außer Du baust dir selbst deine Biolebensmittel an; ich tue was in meiner Möglichkeit liegt um in Harmonie mit der Natur zu sein.

Der Veganismus funktioniert für mich nun schon seit mehr als 13 Jahren. Ich betrachte ihn als eine spirituelle Praxis, da das mit-Integrität-leben, in einer Weise die übereinstimmend ist mit deinen Anschauungen, dir einfach Frieden gibt.

Risa über ihren Song STRANGE FRUIT, ein Tierrechtssong, der inspiriert ist von Billie Holidays berühmten Lied:

Auf Bandcamp reinhören:

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Simon von Spiknykter über intersektionalen Veganismus

Simon von der schwedischen Hardcoreband Spiknykter, hat uns bezüglich intersektionalem Veganismus gesagt:

Ich bin über die Jahre nun aus verschiedenen Gründen vegan, und finde immer mehr Gründe dafür, warum ich auch vegan bleiben sollte.

Vor kurzem habe ich darüber erfahren, dass Gewalt gegen Tiere und sexuelle Gewalt statistisch miteinander verbunden sind. Allem Anschein nach ist es üblich, dass der gewaltausübende Teil mit seiner Gewalt nicht erst beim Partner beginnt, sondern erst mal, so könnte man sagen, an Haustieren oder anderen Tiere übt.

Dies, unter anderem, hat mir klar gemacht, dass die Empathie gegenüber Tieren nicht nur um ihrer selbst willen, sondern auch wegen der Empathiefähigkeit gegenüber anderen Menschen wichtig ist.

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Spiknykter – Arg som 17

jag brukade va ledsen, nu ä jag bara arg
på borgare, sexister och folk som skjuter varg
andra skaffar jobb och stil och ilskan klingar av
men jag blir bara mera arg, för varje jävla dag

10 år av aggression
spottar och fräser till pension

jag brukade va uppgiven nu är jag bara sur
på USA och Israel och deras jävla mur
andra går och gifter sig och slutar styra härj
snackar rött men röstar blått och hymlar med sin färg

gamla guben, arg som fan
grinig, sur och tvär vegan

kvar är agget fast jag tappat mitt hår
gnisslar tänder i sömnen och odlar mitt magsår
svär över diskbrock och högerpolitik
över kids som är nöjda och snutabyk

FB: https://www.facebook.com/Spiknykter
Bandcamp: http://spiknykter.bandcamp.com/

xNO MOREx – veganer Hardcore aus Minneapolis: warum Intersektionalität entscheidend ist

xNO MOREx – veganer hardcore SXE aus Minneapolis.

Wir haben Anthony, den Sänger von xNO MOREx, zu den intersektionalen Grundlagen des Veganismus befragt:

Der Veganismus muss zwei Grundprobleme adressieren: den Kapitalismus und das Patriarchat.

Ich denke, dass wir in Sachen Veganismus verstehen lernen müssen, dass – obgleich wir unser Gewissen bereits dadurch entlastet haben, dass wir keine Tierprodukte essen, Pflegeprodukte verwenden, die an Tieren getestet wurden, und all dies – wir aber doch an eine gewisse Grenze stoßen. Der Veganismus ist so komplex, und er steht in einem übergreifenden Verhältnis zu all den anderen Bereichen, in denen Unterdrückung stattfindet. Bedauernswerterweise ist genau das aber etwas, was viele Veganer_Innen scheinbar nicht begreifen. Ob es um die Diskriminierung Behinderter [‚ableism’ / Ableismus], Klassismus, Sexismus, Transphobie, Rassismus, usw. geht, alles dies sind Probleme, die letztendlich vom Kapitalismus und/oder Patriarchat ausgehen.

Schau dir dazu die Tierbefreiung[-sbewegung] an. Sicher, 5 Millionen Veganer_Innen in den Vereinigten Staaten sind besser als keine, aber dennoch sind diese Tiere nicht befreit, weder von Unterdrückung noch Speziesismus, man bezieht sich auf Tiere immernoch als „es“ statt als „er’s“ und „sie’s“. Der Veganismus ist ein Funke, der etwas viel größeres anstoßen kann. Er ist tatsächlich nur der Anfang einer die Augen öffnenden Perspektive auf die systematischen Unterdrückungformen, die in unserer Gesellschaft existieren.

Der Kapitalismus zum Beispiel: ein System das geschaffen wurde, in dem du effektive zahlen (Arbeit leisten musst) um Zugang zu Nahrung zu erhalten, die der Körper unabdingbar braucht zum Leben. Was für eine Gesellschaft haben wir da geschaffen, wenn wir sagen, „ich versteh schon, dass du das Essen zum Leben brauchst, und es wächst ja auch nach auf den Böden, aber um diese Nahrung zu erhalten musst du für einen Wert arbeiten, den ein anderer diesem einen Job fest zubemisst, den die Gesellschaft dich zwingt auszuüben. Und dasselbe gilt für Unterkünfte und Wohnungen. Erst im Jahr 2011 gab es schätzungsweise 3,5 obdachlose Menschen in den USA, und zugleich gab es 18 Millionen unbewohnte Häuser und Wohnungen. Der Kapitalismus sagt aber, dass diese Leute es nicht verdienen ein Dach über dem Kopf zu haben, wegen dieser Fehlschlüsse, die dieses System selbst über Geld, Macht und „Freiheit“ kreiert hat.

Dinge wie Fabrikfarmen werden immer existieren, solange der Kapitalismus seinen Platz innebehält. Die Menschen werden das essen, dann schlafen, die Luft atmen und sich genau das im TV reinziehen, was auch immer ihnen die Unternehmen und Aktiengesellschaften auftischen, und Cheese Burger nehmen sich da definitiv nicht aus. Tiere sind für diese Leute und Firmen nicht mehr als Besitz, und wenn sie sehen, dass eine Kuh Milch produziert, dann sehen das Dollarzeichen; und sie zwängen dir das in deinen Hals bis du kaufst, kaufst und noch mehr davon kaufst.

Aber nochmals, dies sind Themen, die viele Veganer_Innen immernoch nicht begreifen oder begreifen möchten. Und das ist, warum Intersektionalität so wichtig und entscheidend ist. Es geht bei allem um ein singuläres Thema von Unterdrückung, und das lässt sich zurückverfolgen auf das Patriarchat und den Kapitalismus als Ursachen.

Der Veganismus muss intersektional sein, anonsten ist er kontraproduktiv. Es ist IMMER wichtig genau zu hinterfragen, wie man die Dinge sieht, wie man erzogen wurde, Ideen und die Gesellschaft zu betrachen. Ein_e Veganer_In tut der Welt nicht wirklich eine Menge an Gutem, wenn Tierrechte gepedigt werden, aber man immernoch gleichzeig ein sexistisches oder ableistisches Arschloch ist. Wenn du dich in einer Bewegung voranbewegst, aber zwei Schritte zurück gehst in einer anderen, dann versäumst du es zu begreifen, dass das Ganze eigentlich die eine, gleiche Bewegung ist.

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Blood Mouth

Murder is Murder, its all the fucking same.
You can wrap it up and give it a nice sounding name.
But your lies just don’t make it humane
269 its all of our names
Years cut short, they still bleed out, all the
fucking same. Grass fed or knee deep in shit.
It’s still murder, all the same.

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Intro / Value

I don’t value life based on mental capacity
not on gender, sex, race, or nationality
Humans aren’t the only species who
deserve basic rights.
Eat. Live. Free.

FB: https://www.facebook.com/xNOxMOREx
Bandcamp: http://xnoxmorex.bandcamp.com/

Wolf x Down über Ethik, Veganismus und Intersektionalität


Wolf Down beim Ieperfest 2013

Wir haben Wolf Down gefragt, was ihre Position in Sachen ethischer Veganismus und Intersektionalität ist

Tobi, Gitarrist von Wolf X Down, hat uns einiges Wichtiges und Interessantes hierzu gesagt:

Wir ihr alle wisst sind Wolf Down ja auch aus DE, u.z. aus dem Ruhrgebiet! Da wir wegen der breiten Fanbase und der allgemeinen Leserschaft die Band aber darum gebeten hatten, uns ein Statement auf English zu verfassen, ist dies hier eine Übersetzung des exzellenten (Original-) Textes auf Englisch, den Tobi uns gegeben hatte!

Veganismus ist für uns nicht einfach eine Ernährungsform, so wie es das vielleicht für manche Lifestyle Veganer_Innen ist, die das Vegansein in erster Linie als ein Weg zu dem sehen, ‚wie man gesund bleiben kann’. Für uns ist der Veganismus eine ethische Entscheidung dazu, dem Planeten und seinen Bewohnern das geringtse Leid und den geringsten Schaden zuzufügen. Das heißt auch, dass der Veganismus für uns nicht bedeutet, auf unser „Lieblingessen und unsere Lieblingprodukte verzichten“ zu müssen, wie das Fleischesser so gerne behaupten: „Vermisst ihr nicht xy?“ Nein und nein. Nein, weil es so ziemlich jedes leckere Essen in eine gewaltlosen veganen Version gibt, und nein, weil, da ist einfach keinen anderer Weg. Es ist keine Wahl, die jeder irgendwie für sich treffen kann. Du kannst nicht einfach so frei entscheiden, ob du dich lieber selbst versklavt halten willst oder nicht. Nicht wahr? Also warum denken wir, dass es jedem seine persönliche Enschteidung sei, Tiere auszubeuten, zu foltern und zu morden?

Trotz all dem ist der Veganismus ein Mittel und kein Endzweck. Wir glauben nicht daran, dass sich eine echte Veränderung vollziehen wird, nur durch Produktboykotts und dem gemeinsamen Teilen von Rohkostrezepten. Seid mal ehrlich mit euch selbst, der Veganismus allein rettet Tiere noch nicht. Der Veganismus ist also nun ein Trittstein. Ohne weitere Aktionen wird sich der Konsens unserer Gesellschaft über Tierausbeutung nicht brechen lassen. Wenn wir die Tierbefreiung erreichen wollen, dann muss die Tierrechtsbewegung eine politische und soziale Bewegung werden, so wie die abolitionische Bewegung [die die Sklaverei in den USA bekämpfte]. Die Abschaffung der Sklaverei und der Kampf Schwarzer wurde nicht gewonnen durch ein Boycott von Baumwolle. Um erfolgreich zu sein, braucht eine Bewegung eine breite Bandweite von Aktionen. Und die direct-action Sabotagen, die Zerstörung von Eigentum und die Tierbefreiungen, die von ALF Aktivist_Innen im Untergrund ausgeführt werden, sind so wichtig wie der/die adrette Veganer_In in der Fernseh-Talkshow. Also lasst uns unsere Stimmen bemerkbar machen, damit wir gehört werden, und vergesst niemals, dass tausende Individuen genau in dieser Sekunde gemartert, verstümmelt und getötet werden: „Ich bin mir bewusst, dass Viele der Schärfe meiner Rede widersprechen werden; aber gibt es nicht genug Anlass für solch eine Schärfe? Ich spreche so hart wie die Wahrheit ist, und so kompromisslos wie die Gerechtigkeit. Über dieses Thema will ich mit Moderation weder denken, noch sprechen, noch schreiben. Nein! Nein! Sag einem Mann, dessen Haus in Flammen steht, er solle moderat Alarm geben; sagt ihm, er solle seine Frau moderat aus den Händen des Peinigers befreien; sagt der Mutter, sie soll ihr Baby ganz langsam aus dem Feuer ziehen, in das es gerade gefallen ist; — aber drängt mich nicht dazu, moderat in einer Sacher wie dieser zu sein. Ich meine es ernst — ich werde keine Zweideutigkeit zulassen — ich werde nichts entschuldigen — ich werde keinen geringsten Schritt zurücktreten — UND ICH WERDE GEHÖRT WERDEN. Die Apathie der Leute reicht dazu aus, um jede Statue von ihrem Podest springen zu lassen und die Wiedererstehung der Toten zu beschleunigen.“ William Lloyd Garrison, amerikanischer Abolitionist.

Im einem weiter gefasssten Kontext ist der Veganismus für für uns Teil des Kampfes für eine totale Befreiung, nicht allein für nichtmenschliche-, sondern auch für menschliche Tiere. So wie erniedrigte Frauen und People of Color [farbige Menschen] oder Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Hintergründe sich um eine echte Gleichberechtigung bemühnen, homosexuelle Paare, Queers und Transsexuelle sich um Akzeptanz bemühen, Menschen mit Behinderung um Unterstützung, Flüchtlinge um Schutz und Tiere um ein Recht zu leben ohne Leid und Ausbeutung, so streben wir alle danach frei und gesund zu sein. Nicht dieselben, aber gleich zu sein. Allein durch die Aufdeckung der Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Formen der Unterdrückung, und durch das Verstehen der Natur von Hierarchien und der Mentalität unterdrückender Kräfte gegenüber ihren Subjekten, können wir einen Weg finden um gemeinsam besser zu werden, uns zu ergänzen und weiterzukommen in unserem Kampf dagegen – geschlossen und stark: „Einheit von Unterdrückung“. Wenn wir unsere eigenen abgesonderten Kämpfe fechten, dann können wir vielleicht eine oder zwei bestimmte Speichen aus dem Rad der Unterdrückung herausnehmen und brechen, aber das hindert das Rad noch nicht am Drehen, es wird über unsere Kameraden weiterhin hinwegrollen. Um also unser Ziel einer echten und bleibenden Befreiung zu erreichen, müssen wir uns die Hände reichen und dies zu einem gemeinsamen Kampf für Befreiung machen, damit wir eine Einheit der Unterdrücken errichten und so alle Speichen in diesem scheibar endlos laufenden Rad zu zerbrechen: „So kannst du cool hinter deinem Fester bleiben und dir eine Aussicht wählen, die dir gefällt. Aber solange andere in Gefangenschaft gehalten werden, denk nicht, dass du frei seist.”

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Wolf Down – No Silent Approval

while the blood drips off the blade the cries still resonate
estranged, cut into pieces – rediscovered on your plate
you stop at nothing for the privileg of taste
like a panel of judges you’re deciding their fate

born in misery, abused – got nothing to lose
exploited for profit therefore you breed by humyn greed
this machine that turnes lives to products is called tradition
your silent approval – what an imposition!
individuals – facing perversion by superior forces
social, sentient beings degraded to resources
you stop at nothing for the privileg of taste
like a panel of judges you’re deciding their fate

this is about freedom, this is about compassion,
abolish exploitation – animal liberation!
The time has come – to break this culture of death

From Wolf x Down’s 2013 album release STRAY FROM THE PATH.

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stray from the path — escape prescribed conformity

Wir haben Per Aspera zu veganer Ethik und intersektionalen Grundlagen befragt

Wir haben Per Aspera aus Chicago, Illinois, über ihre Gedanken zum Veganismus, zur Gegenwart und einer zu einer möglichen Zukunft effizienter veganer Intersektionalität gefragt

Per Aspera Gitarrist Nicholas Schmidt erklärte uns:

Zu Anfang müssen wir sagen, dass wir fest davon überzeugt sind, dass es zutiefst unmoralisch ist, die Tötung, Gefangenhaltung, den Missbrauch und die Folter von Lebewesen zu unterstützen und/oder durchzuführen. Das bezieht sich nicht nur auf unsere Brüder und Schwestern der Spezies Homo sapiens, sondern auf alle fühlenden Lebewesen.

Die fundamentale Logik, die unserer Entscheidung zugrunde liegt, die tierausbeutenden Industrien nicht zu unterstützen, erfordert explizit von uns, allen Formen systemischer Unterdrückung, die allein dem Interesse der herrschenden Elite dienen, entgegenzustehen. Deshalb ist unsere gemeinschaftliche Opposition gegen den Kapitalismus, den Faschismus, das Patriarchat, den Rassismus und die Umweltzerstörung notwendige Komponente eines verantwortungsbewußsten, ehrlichen und konsistenten Tierschutzaktivismus.

Und ausgehend davon kann man sagen, dass das Engagement in jeglicher Art radikalen politischen Gedankentums oder -Aktion ein erhebliches Maß an sozialem Gepäck garantiert, das eine friedliche und im Großen und Ganzen gütige Bewegung ermutigen kann. Wenn man sich in Opposition zu solchen mainstream- und weitverbreiteten Machtdynamiken organisiert, kann es unwahrscheinlich verleitend sein, sich selbst oder die eigene kleine soziale Clique, der man zugehört, vom Rest der Gesellschaft anzuschlauchen. Die antisoziale Botschaft, die so üblich im Punk und in den linksradikalen Zirkeln ist, leistet dem Versäumnis Vorschub, die Möglichkeit der Organisierung populärer Massenbewegungen wahrzunehmen, die nötig sind um oppressive Insitutionen zu konfrontieren, die durch die ganze Gesellschaft gehen. Zudem bieten diese Tendenzen keine wesentliche Vision und Strategie für eine Gesellschaft, die wir in der Tat auf diesem Planeten schaffen könnten, da der Aktivismus sich häufig auf persönliche Lebensstilentscheidungen reduziert. Ein gewissermaßen zugegeben ironisches Argument einer DIY Punk/Metal Band ist unser Empfinden, dass der andauernde Druck, linksgerichtete Bemühungen von der Arbeiterklassenkultur zu entfremden, denselben kontraproduktien Vorurteilen gleicht, die die sozialen Gerechtigkeitsbewegungen über einen so langen Zeitraum hinweg geplagt haben im Bezug auf Frauen, People of Color [farbige Menschen], die natürliche Welt, und nun, mit zunehmenden Bewusstsein, auch auf unsere nichtmenschlichen Freunde.

Die Befreiung der Mutter Erde von den systemischen Erkrankungen, die wir ihr beigebracht haben, hängt ganz von unserer Fähigkeit ab, andere zu erreichen, Verküpfungen herzustellen und uns mit allen Menschen zu organisieren, die die gleichen Unterdrückungen, in welcher Form auch immer, erleben; und das von unseren eigenen Hinterhöfen und Nachbarschaften aus, bis in der Welt als Ganzes. Nicht wahr?

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Per Aspera – Shikata Ga Nai

We live with the lie that everything dies,
It’s only the spectres we perceive alive.
We personify existence in the natural world,
So we can mourn the proof of our own remorse.

I reject the notion that a desert of pain is the only universe that we have to explain.
As the memories of our families evaporate into space.

The hollow woman kicking blood,
Reminds us what waits in our blood.
As she cries for her slaughtered friends,
The vacuum of space hears no dead ends.

So I will cry when my friends die, and I won’t forget to live,
With passion, vigor, love, and fear of losing all that I hold dear.

Bandcamp: http://perasperapunk.bandcamp.com
Tumblr: http://perasperapunk.tumblr.com
FB: https://www.facebook.com/PerAsperaPunk
Kontakt: perasperapunk [at] gmail [dot] com

Wir fragten die vegane Hardcoreband Eat Me Fresh über ihre Gedanken zum Thema Veganismus und Intersektionalität

Wir fragten die vegane Hardcoreband Eat Me Fresh über ihre  Gedanken zum Thema Veganismus und Intersektionalität:

Genauso wie wir denken, dass es keinen Platz für Rassismus im Hardcore gibt und in der Welt so wie sie ist, genauso denken wir gibt es keinen Platz für den Speziesismus.

Vegan zu sein heißt nicht, dass wir allein kein Fleisch und keine Milchprodukte essen; es heißt viel mehr, so wie, dass uns der Planet auf dem wir leben etwas bedeutet, dass wir ihn nicht ausbeuten und zerstören wollen.

Die Sache ist die: die Leute meinen sie wären so schlau. Es ist ihnen einfach egal, dass sie nicht die ersten auf diesem Planeten waren. Wir sind wie „Immigrierende“, jede Spezies ist es, aber jede andere Spezies wurde zu einem Mitglied dieser Erde, zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort.

Der Planet gehört uns nicht, sondern wir gehören dem Planeten. Und so wie wir uns zu ihm verhalten, so wird er sich auch zu uns verhalten.

Sexismus, Rassismus, Speziesismus, Nationalismus und so viele weitere dieser Übel sollten einfach nicht mehr existieren.

DIES IST DAS 21. JAHRHUNDERT. LEUTE, WACHT BITTE AUF!

UND BLEIBT FRISCH.


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https://www.facebook.com/eatmefresh

Eat Me Fresh, aus der Tschechischen Republik, touren dieses Jahr in ganz Europa. Ihren Track INSIDE OF US haben sie jetzt im August auf Bandcamp gestellt http://eatmefresh.bandcamp.com/.

Wir haben Chris von Olde Ghost aus Seattle über ethischen Veganismus und Intersektionalität befragt

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Sounds, Tierbefreiung, Veganismus und Intersektionalität

Wir haben Chris LaPointe, Co-Sänger der Band Olde Ghost aus Seattle Washington über ethischen Veganismus und Intersektionalität befragt

Als erstes möchte ich sagen, dass ich es sehr schätze, dass Ihr Euch besonders für den Veganismus und seine intersektionalen Themen interessiert. Ich bin der Unfähigkeit der Menschen, diese Dinge zusammenzubringen, nur allzu häufig begegnet. Auf den ersten Blick wirkt es nicht immer so, dass manche solcher Themen miteinander in Verbindung stehen, aber wenn Du Dich konzeptuell tiefer hineinbewegst, dann erkennnst Du, dass da definitiv Zusammenhänge existieren. Das ist auch einer der Aspekte, die ich an Foren und Diskussionen am meisten schätze: wenn tiefere und bedeutsamere Zusammenhänge erkannt werden. Ich glaube, dass das Wichtigste, das wir anerkennen und für das wir sprechen sollten, diese Interkonnektivität ist. Und das sollte nicht nur in unserer relativ kleinen Community geschehen, sondern darüber hinausgehen und in die globale Gemeinschaft reichen.

Ich habe beruflich mehr als zehn Jahre lang für Umweltorganisationen gearbeitet. Eine der Situationen, die mich immer wieder perplex machen, verwirren und oft auch erschüttern, ist wie Leute, die sich so dem Schutz, dem Erhalt und der Wiederherstellung der natürlichen Umwelt widmen, ein so geringes echtes Verständnis haben von der Verbindung zwischen dem Veganismus und den Auswirkungen, die eine auf Fleisch basierende Ernährung auf die Umwelt hat. In solchen Diskussionen wurde mir häufig entgegenet „naja, das Fleisch, dass ich esse ist von Tieren aus artgerechter Haltung, und daher ist es ok“ oder man kam mir mit dem blinden Versuch das Thema abzutun, indem man mir von den Negativauswirkungen von Sojabohnenprodukten etzählte, oder von der Tatsache, dass die vegane Lebensweise einfach „extrem“ sei.

Auch wenn das ein lahmer Versuch ist den Grundsatz des Veganismus abzutun und das Gespräch umzulenken, so erkenne ich vollständig an, dass die Auswirkungen der Produktion von Sojabohnen, und der Landwirtschaft im Allgeimeinen, auf die Umwelt und die Menschen, die jeweils in den Gebieten leben und arbeiten, existieren. Ich würde wirklich gerne sehen, dass solche Themen weiterreichend diskutiert werden. In dieser Hinsicht glaube ich also, dass diese Korrelation addressiert, erforscht und diskutiert werden muss. Der gemeinsame Nenner, denke ich ist, dass es zu viele Menschen auf der Erde gibt, die im Wettstreit um begrentze Ressourcen liegen. Schließlich werden die mit Geld und Macht diejenigen sein, die „es schaffen“, aufgrund ihrer Ausbeutung von Land, Bauern und anderer Menschen, die in den Gebieten in denen der Landbau betrieben wird leben. Das bringt dann eine Reihe von Verbindungen zwischen sozialen- und environmentalen Gerechtigkeitsfragen an die Oberfläche.

Als Band führen Olde Ghost diese Art tieferer politischer Dikussionen nicht. Wir nehmen das Gleiche einfach füreinander an. Wir setzten uns aus Leuten zusammen, die schon jahrelang Freund sind. Wir alle sind vegan und manche von uns sind straight edge. Wir führend tiefe politische Gespräche selten, aber wir stehen alle fest verankert in einer mitfühlsamen und gedankenvollen Lebensweise. Vieler der Texte die ich schreibe, sind recht politisch und gehen die Themen an, doch wir versuchen unsere Botschsaft durch überlegte Aktionen druchzuführen, statt durch eine Herangehensweise, die den Leuten einfach nur so zu sagt, hey wir wollen euch gerne zum Veganismus zu bringen. Viele unserer Konzerte sind Benefitskonzerte für lokale Organisationen, die sich für den Tierschutz oder für humanitäre Ziele einsetzten. So gehen zum Beispiel alle Einkünfte von unserem nächsten Auftritt im September an das Precious Life Animal Sanctuary.

Eine vegane Lebensweise zu leben, macht für mich einfach Sinn. Als Kind wollte ich immer etwas mit meinem Leben anfangen, was etwas Positives in der Welt bewirken würde. Als ein Punk-Kid aufzuwachen, hieß viel neue Musik mitzubekommen, und Ideale, mit denen ich ansonsten nie in Berührung gekommen wäre (im ländlichen Florida und später in Arizona). Eine Zeile eines Songs, einer vielleicht etwas im Obskuren liegenden 80er Punk Band aus [Washington] DC, hat mein Leben für immer verändert. Der Song „Name in Mind“ der Band Soul Side änderte mein Denken über die Nahrung die wir essen und wo sie herkommt. Es ist ein toller Song, weil sie nicht nur davon sprechen fleischlos zu leben, sondern sie schauen auch auf damit in Verbindung stehenden Themen, wie die menschliche Ausbeutung. Von diesem Zeitpunt an (1988) nahm ich eine fleischlose Ernährung an. Ich fühlte dann, dass der Veganismus der nächste logische Schritt in meinem Leben war, in meinem Denken und wegen der Wirkung, die ich damit auf die Umwelt und die nichtmenschlichen Tiere haben könne. Vegan zu werden, ist die tiefgreifendste Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe. Ich werde meiner veganen Lebenweise bis zu dem Tag an dem ich sterbe treu sein.

Olde Ghost – For

As the smoke settles and the ash returns to earth
and the air becomes clear…
Eyes red a glaze stare into space seeing nothing, still.
It will never be the same. Never be the same again.
Convicted are forgotten. Innocent are brought to slaughter.
Locked away, despised, ignored.
What fucking crime is worse?
Lifestyles of compassion or the ten billion you commit every year?
Ten billion crimes a year.
„If we ever get out of this alive,“ she said, „I’ll do it all again. That’s right, I’ll do it all again“.
We are but one.
The rest is up to you.

Das Precious Life Animal Sanctuary: http://www.preciouslifeanimalsanctuary.org/

Olde Ghost bei einem Fundraiser organisiert von der Seattle Animal Defense League:
http://www.youtube.com/watch?v=QbH9iDhzdjI

FB: https://www.facebook.com/OldeGhost

Bandcamp: http://oldeghostnw.bandcamp.com/

Twitter: https://twitter.com/OldeGhost

Der von Chris erwähnte Song von Soul Side: Name in Mind