Wie man mit anderen Leuten oder sozialem Druck am besten umgeht

Wie man mit anderen Leuten oder sozialem Druck am besten umgeht

Es wird mit der Zeit einfacher

Wenn Du findest, dass der größte Stolperstein bei Deinem Ziel vegan zu werden, andere Leute sind, dann bist Du nicht der/die einzige, dem es so geht.

Leute z.B. die am Vegan Plegde Projekt der Vegan Society teilnehmen (bei dem man offiziell für sich festlegt die vegane Lebensweise zu testen, mit dem Ziel auch dauerhaft vegan zu werden), sagen oft auf die Frage, was sie befürchten, dass ihnen am meisten Probleme bereiten könnte während ihrer Probezeit eines veganen Lebens, dass ihnen der „Umgang mit anderen Leuten“ Sorgen mache.

Ob das Familienmitglieder sind mit denen sie zusammen leben oder mögliche Reaktionen von Freunden, Verwandten oder Kollegen: „andere Menschen“ stehen bei Leuten, die bislang noch keine vegane Praxis haben, immer wieder ganz oben auf der Liste der Dinge, die man sich als schwierig vorstellt bei der veganen Lebensweise.

(Die zwei anderen Hauptsorgen sind das ‚draußen essen’ (http://www.guidetoveganliving.org.uk/eating-out/eating-vegans-in-mainstream-restaurants/ , deutsche Version ist noch in Arbeit) und ‚den Käse als Lebensmittel aufgeben’ (http://www.guidetoveganliving.org.uk/adopting-a-vegan-lifestyle/top-tips-to-help-you-transition/kicking-the-chese-habit/ noch in Arbeit), falls Euch das interessieren könnte.)

Wenn es Dir auch so geht, dann kann Dir diese Info vielleicht Strategien mit an die Hand geben, die es Dir leichter machen können mit anderen umzugehen und Dich bei Deiner veganen Lebensweise allgemein sicherer zu fühlen.

Was Du wissen solltest, ist, dass es mit der Zeit tasächlich einfacher wird

Was Du an dieser Stelle unbedingt wissen solltest, ist, dass es mit der Zeit einfacher wird, denn normalerweise macht man über die Zeit Erfahrungen, durch die man lernt, gelassenen mit den Reaktionen anderer umzugehen und mit den Meinungen Anderer über Deine vegane Lebensweise.

Selbst wenn man eher dazu neigt, sich aus Dingen raushalten zu wollen durch die man irgendwie „anders“ oder „komisch“ wirken könnte, und wenn man auch ungerne Reaktionen anderer provoziert, kann man solch einen Mangel an Bereitschaft doch vollständig überwinden. Wir können das Gefühl gut nachempfinden, weil es uns selbst auch allen bekannt ist.

Und so funktioniert’s:

1. Andere Leute werden sich dran gewöhnen.

Der Moment in dem Du Deiner Familie und Deinen Feunden zum ersten mal davon berichtest, dass Du nun vegan lebst, ist auch der Moment, an dem Du von ihnen mit den meisten Fragen konfrontiert wirst – wenn sie überhaupt was nachfragen.

Leider ist das selbstverständlich auch der Zeitpunkt, an dem man als nietnagelneuer Veganer noch am aller unvorbereitetsten ist um auf all die möglichen Fragen zu antworten!

Aber sobald Du diese Phase der ersten Reaktionen einmal überstanden hast, dann werden sich die Leute um Dich herum daran gewöhnen, dass Du vegan bist. Es wird einfach ein Teil dessen, was Du bist. Also müssen Leute die Du kennst auch nicht immer wieder weiter neu darauf reagieren.

2. Vegan zu sein wird ein Teil von Dir und Du kannst Dir auch gar nicht mehr vorstellen anders leben zu wollen.

Nach einiger Zeit, wenn das Vegansein Teil Deiner Identität wird, kommst Du Dir wegen Deines Veganismus auch nicht mehr „komisch“ oder „anders“ vor, weil Du Dir auch gar nicht mehr vorstellen kannst anders leben zu wollen.

Und: Durch den Lernprozess, während dem man im Lauf der Zeit mehr über all die Gründe für das Vegansein erfährt, verliert jede Schwierigkeit, die man mit Anderen erlebt, an Gewicht.

Ein Feiertagsessen gemeinsam am Tische mit Deiner nichtveganen Familie zu verbringen oder den Kellner danach zu fragen, welche Speisen oder Beilagen für Dich als Veganer kompatibel sein müssten, ist nichts, verglichen mit dem, was Tiere durchmachen müssen.

3. Deine Erfahrungen zeigen Dir, dass Du es schaffen kannst mit der Sache umzugehen.

Wenn Du einmal aus der Erfahrung feststellst, dass Du mit Fragen und Reaktionen neuer Leute genauso umgehen kannst, dann fürchtest Du Dich auch weniger vor solchen Situationen. Wenn Du dieselbe ingeniöse Frage von einem Nicht-Veganern mehr als zwei Mal beantwortet hast, kannst Du Deine Antworten bald rezitieren, ohne immer wieder dazu dabei neu nachdenken zu müssen.

Also kurzum: denke dran, dass andere Leute Dich nicht davon abhalten können, Dein Leben so zu führen, wie Du es möchtest!

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Die vegane Marathonläuferin Fiona Oakes hat beim UVU Nordpol-Marathon gesiegt als schnellste weibliche Teilnehmerin

Die vegane Marathonläuferin Fiona Oakes hat beim UVU Nordpol-Marathon gesiegt als schnellste weibliche Teilnehmerin

Die ehrenamtliche Schirmherrin der Vegan Society Großbritannien Fiona Oakes (43) ist am 7. April beim Norpol-Marathon mit der Mission angetreten den ethischen Veganismus zu unterstützen und hat bei Temperaturen von Minus 30-40 Grad Celsius die Stecke von 42.2 km mit einer Zeit von 4.53.09 zurückgelegt. (1)

Im Oktober dieses Jahres nimmt Fiona auch am Sülpol Marathon teil. Mit Ihren Extremleistungen mobilisiert sie Spenden und Sponsoring für die Vegan Society und das Tower Hill Stables Animal Sancuary, das sie sebst gegründet hat und dem sie sich mit seinen 400 tierlichen Bewohnern täglich widmet.

Fiona ist für Tiere und Veganismus bereits bei über 26 Marathons mitgelaufen. Bei zahlreichen ihrer Läufe ist sie unter den erste Zwanzig gewesen (2). Letzes Jahr, 2012, nahm sie am Marathon des Sables teil, bei dem die Teilnehmer innnerhalb von sechs Tage eine Stecke von 251 Kilometern durch die Sahara in Marokko zurücklegen. Sie war die erste vegane Frau die an diesem Lauf teilnahm und gehört zu den weniger Frauen die die Strecke bislang geschafft haben.

Neben dem Einsatz für die Tiere ist Fiona auch bei der Feuerwehr tätig. Sie und ihr Partner, der im Finanzsektor arbeitet, müssen gemeinsam monatlich über 10.000 Euro für alle anfallenden Kosten in ihrem Schutzhof aufbringen.

Fionas sportliches Ziel ist es als erste Veganerin bei Marathonläufen auf allen sieben Kontinenten und den beiden Polarkappen mit dabei gewesen zu sein. „Das ist etwas das bislang nur wenige geschafft haben, und vor allen Dingen auch nur sehr wenige Frauen. Ich bin 100-prozentig überzeugt davon, dass meine Ernährung mir all das gibt, was mein Körper braucht um gute Leistungen ablegen zu können. Bis jetzt ist das immer so gewesen und ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr vegan. Bei den Läufen sind viele immer überrrascht, dass ich das schaffe mit einer vegane Ernährungsweise.“ (3)

(1) Race Week Results, April 2013 UVU North Pole Marathon Website, http://www.uvuracing.com/blog/race-week-results/ (Zugriff 11.04.2013)

(1) Fiona Oakes bei Greatveganathletes.com, http://www.greatveganathletes.com/vegan_athlete_fiona-oakes (Zugriff 11.04.2013)

(2) Top Vegan Marathoner Takes on the North Pole to Save Animals, 25.3.2013, Pressat, http://www.pressat.co.uk/releases/top-vegan-marathoner-takes-on-the-north-pole-to-save-animals-305fdb5133c5a19e78efe4cddbf8352c/ (Zugriff 11.04.2013)

Reich sein, arm sein und vegan sein: Veganismus und Konsumerismus

Reich sein, arm sein und vegan sein: Veganismus und Konsumerismus

Diesen Blogeintrag von der Veganerin Dina Hady über Konsumerismus und Vegansein (http://chicvegan.com/rich-woman-poor-woman-veganism-and-consumerism/ ) fanden wird so klasse, dass wir einiges daraus ins Deutsche übertragen wollen. Dina erzählt auf Chicvegan von Ihren Erfahrungen mit einer knappen Börse und den teils falschen Vorstellungen, die sich für sie zuallererst an den Veganismus knüpften, bis sie merkte, dass es ja wohl auch anders geht.

Einer der größten Hindernisse denen ich begegnete als ich den Veganismus für mich als Lebensstil entdeckte waren die Stereotype und Etiketten die sich damit verküpften. Manche Menschen denken, dass Veganer_Innen Gesundheitsfreaks sind, baumumarmende Hippies, wütende Tierrechtsaktivisten und was sonst noch. Auch haben viele die vorgefertigte Meinung von dir du müsstest zu Trader Joe’s oder Whole Foods [das sind zwei eher teure Bio-Lebensmittelgeschäfte in den USA] gehen um dich gesund ernähren zu können, und manche Leute meinen du könntest dir Klamotten, die sich mit einem veganen Lebensstil vereibaren lassen, nur in teuren Geschäften kaufen. Gleich wenn das Stereotyp existiert, dass Veganer_Innen gutverdienende, wohlbestellte Tierliebharer_Innen, belesene Umweltschützer_Innen oder gesundheitsbewußte Individuen sind, können sich in Realität viele Veganer_Innen einfach nicht leisten in den eher teuren Geschäften einkaufen zu gehen.

Wir sind uns wohl alle darüber einig, dass es beim Vegansein im Wesentlichen darum geht Ausbeutung zu vermeiden – ob es dabei um die Ausbeutung von Tieren oder Menschen andere Länder geht, um unsere Gesundheit oder aber auch um unseren Geldbeutel. Die Frage ist: was ist, wenn wir trotz all unsere Bemühungen darum Ausbeutung zu vermeinen, zum Schluss eigenlich auch selbst irgendwie ausgebeutet werden? Und, was sollen wir tun wenn Geschäfte unsere Vorstellungen davon wie „leckers Essen“ aussieht benutzen um bestimmte Produkte zu vermarkten? Ich glaube wir sollten darüber einmal nachdenken und diskutieren.

Als Veganer_Innen haben wir uns bereits dazu entschieden von der Norm abzufallen, außerhalb der Box zu denken und uns bewusster darüber zu sein, was wir zu uns nehmen möchten. Es darf aber nicht sein, dass uns dadurch Konsumerismus und Medien – leider vegane Medien – an der Nase herumgeführen können und uns klargemacht werden soll, dass alles Mögliche zun Veganleben nötig ist und das aber überhaupt nicht stimmt.

Ein Grund warum ich diesen Artikel schreibe ist weil ich weiss wie befremdend Konsumerismus sein kann. Ich hatte gerade eine Tutorenstelle und war graduierte Studentin als ich vegan wurde. Ich hatte daher nicht gerade viel Geld das ich für Essen ausgeben konnte. Ich war nicht gerade die gesündeste Veganer_in als ich vegan wurde und zwar haupstächlich deswegen, weil ich Kochbücher und Webseiten las, die mir von Dinge erzählten von denen ich bisher noch nie gehört hatte, so wie „Nahrhefeflocken“ und „veganem Käse“ welche in den dort vorgestellen vegane Rezepten vorkamen. Ich kam an solche Lebensmittel nicht ran und als ich endeckte wo ich das ganze kaufen kann, merke ich, dass ich mir das überhaupt nicht leisten kann.

Es ist eine Sache vegan zu sein. Das meiste Brot ist vegan. Reis ist vegan. Pommes sind vegan. Und ehrlichgesagt war das alles, was ich zu der Zeit gegessen habe als ich zuerst vegan wurde, denn ich dachte ich müsste irgendwelche „speziellen“ oder „extravagaten“ Rezepte kochen. Ich will uns alle an ein paar Dinge erinnern die wir Neuveganer_Innen weitergeben wollten (und die wir uns auch selbst im Bewusstsein behalten sollten):

1. Man muss nicht in teuren Bioläden einkaufen um „richtig“ oder „besonders gesund vegan“ zu sein.

2. Man erhält viele wenn nicht sogar die meisten der Nährstoffe die man täglich zu sich nehmen soll über den Verzehr von Früchten, Gemüse und Nüssen. Und man kann diese günstig erhalten.

3. Es ist eine gute Idee bei regionalen Erzeugermärkten oder in kleineren Geschäften einzukaufen.

4. Manche kleinen ‚ethnischen’ Läden haben günstigere Früchte, Gemüse, Nüsse. Und sie haben oft auch Lebensmittel die wir überhaupt nicht kennen, die aber sehr gesund sein können.

5. Guck mal online nach ob Du wirklich alles erhältst was Du in Sachen Nahrstoffen brauchst. Zum Beispiel hier: http://www.veganhealth.org/articles/dailyrecs

6. Denk nicht Du müsstest Vleisch [also „Fleischimitate“ oder wie man sie auch nennen mag] oder überhaupt Imitats-Leckereien essen. Ich zum Beispiel liebe die veganen Marshmallows von Whole Foods, aber ich weiß auch, dass sie ziemlich ungesund sind – so wie oder schlimmer noch als die „echten“. Über dieses Thema herrschen noch viele Kontroversen, aber wie Kris Carr in Crazy, Sexy, Diet sagt, ist „Soja wirklich der Ping-Pong Ball im in Sachen widersprüchlicher Studien. Aber eins weiss ich genau, umso verarbeiteter das Sojaprodukt ist, umso ungesünder ist es für Dich. Ich meine damit Fleischimitate, Leckereien, Snacks. Verarbeitetes Soja ist säureproduzierend und hat eine schleimbildende Wirkung“ (86).

7.  Und klar ist: Veganismus ist Deine Sache. Es liegt immer daran, was Du daraus machst. Wenn Du Vleisch (also Fleischersatz) essen willst, dann tu dies halt. Aber tu es in Maßen und mit dem Bewusstsein, das Du nicht wie Omnivore (ich nenne Sie meist Omnies) essen MUSST um gesund zu erscheinen.

8. Denk daran, dass Deine Defitintion eines „guten Essens“ nicht in die Vorstellungen von Omnivoren reinpassen muss. Ich wurde mit Steak zu Kartoffeln großgezogen, wie [vielleicht] viele Veganer_Innen [in der USA], aber ich stelle mir einen leckeren Burrito vor – Bohnen, Reis und Gemüse, mit ein paar getoasteten Pita Chips sind Gold. Wr haben unsere Essgewohnheiten einmal umgestellt (oder zweimal oder dreimal). Ich meine wir können wählerische und gesündere Veganer sein.

9. Seid bitte offen dafür Euch weiter zu bilden und weiterzuschauen was in Eurem Essen drin ist. Ich habe das immer getan, beim Einkaufen habe ich immer nach dem rühmlichen V für Vegan auf meinen Lebensmitteln geguckt mit voller Aufmerksamkeit. Aber das sollte nicht meine einzige Qualifikation beim Lebensmitteleinkauf sein.

Dina Hady bloggt hier: http://nothardy.blogspot.de/